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Karl des Monats März – Körperpflege im Büro

Mittwoch, März 31st, 2010

Ein Bürotausch bedeutet in erster Linie umräumen, Kabelsalat entheddern, neu verlegen, ausmisten. Alle Dinge im Büro einmal anzufassen heißt auch auf längst verschollene Gegenstände zu stoßen. Da gibt es jene über die man sich freut und jene, die besser verschwunden geblieben wären, wie der beträchtliche Haufen Zehennägel, der unverhofft hinter einem Schreibtisch des Kombinats auftauchte.

Erst Geschrei, dann Gelächter, schließlich vielfältige Spekulationen. Die ehemaligen Bürobesitzer weisen alle Schuld von sich und zeigen mit dem Finger auf das letzte Team. Plausibel erscheint auch die späte Rache der letzten Reinigungskraft. Zumindest würden die Körpermaße zu den Fundstücken passen.

Der Tausch von Büroräumen ist nie im Sinne aller Beteiligten. Einer beschwert sich, über die neuen Zimmernachbarn, der nächste trauert seinem Fensterplatz nach. An alten Strukturen rühren fördert immer ungewollte Dinge zu Tage, vielleicht sind Fußnägel dabei noch das kleinste Übel.

Karl des Monats Dezember – Pause machen

Donnerstag, Dezember 31st, 2009

Endloses Sitzen im Büro kann zu Demotivation, Erschöpfung oder gar Angstzuständen führen, wie folgendes Chatprotokoll beweist:

Mitarbeiter 1 (im Kombinat): Ey, hallo, wer klingelt denn bitte um die Uhrzeit (21 Uhr) hier. Also ich mach nicht auf!
Mitarbeiter 2 (bereits zu Hause): Hat jemand an der Tür geklingelt? Man kann doch sehen wer es ist, oder?
Mitarbeiter 1: Yo, direkt an der Tür.
Mitarbeiter 2: Und haste geschaut?
Mitarbeiter 1: Ich bin lieber in meinem kleinen Büro geblieben, da kann ich auch aus dem Fenster abhauen.
Mitarbeiter 2: Hehe, hast Schiss?
Mitarbeiter 1: Hehe, ey das ist hier Wildau, wer weiß, was hier rumläuft.
Mitarbeiter 2: Aber hättest doch echt mal an die Tür gehen können, hätte nicht gedacht dass du so ein feiger Hund bist, Einbrecher klingeln nicht!
Mitarbeiter 1: Hehe auch wahr, wahrscheinlich ein Klingelstreich oder so ein Mist. So ich pack mal, wenn ich morgen früh nicht auftauche, dann wurde ich von der Wildau’schen Bevölkerung aufgefressen!
Mitarbeiter 2: Lecker, lecker!

Zu lange über den gleichen Aufgaben grübeln hemmt also nicht nur die Kreativität und die Leistungsfähigkeit, sondern ruft womöglich Paranoia hervor. Deshalb sind Pausen sinnvoll. Der Wechsel zwischen Kreativ- und Routineaufgaben fördert die Produktivität. Wer ohne Pause arbeitet ist genervt und agressiv. Die Belastbarkeit zu steigern durch regelmäßige Unterbrechungen und sportlichen Ausgleich ist die empfohlene Lösung.

Karl des Monats September – Nützliche Geräte

Freitag, Oktober 2nd, 2009

Richtig eingesetzt kann ein Staubsauger sehr nützlich sein. Möchte man beispielsweise Staub von einem Teppich entfernen.

Nun wären wir nicht das Kombinat, wenn wir nicht mal etwas Unkonventionelles und Neues ausprobieren würden. So stellen wir im September fest, dass ein Staubsauger ebenfalls hilfreich ist, wenn man überflüssige Tasten von einer Laptoptastatur beseitigen will. Man hält den Staubsauger dicht über die unerwünschte Taste (z.B. Strg) und betätigt den Power-Knopf und wartet, bis die 2300 Watt ihren Dienst getan haben.

Stellt man später fest, dass die Strg-Taste doch nicht so nutzlos war, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Staubsaugertüte aufzuschneiden und zwischen Schmutz und Fusseln nach der verschluckten Taste zu suchen. Dies sah auch der Kombinatsmitarbeiter ein, der auf die glorreiche Idee kam, seine Tastatur mit einem Staubsauger zu säubern.

Darum, bedenke bei jeder Zweckentfremdung elektrischer Geräte die Folgen.

Karl des Monats August – Reinigungskraft vergrault

Mittwoch, September 23rd, 2009

Wer hat schon gerne dürftig geputzte Toiletten, staubige Fensterbretter und eine fleckige Arbeitsplatte? Nicht bei uns, denkt ein Mitarbeiter des Kombinats und schreibt eine beherzte E-Mail an das Putzteam.

Zu beherzt? Möglicherweise! Das kleine unscheinbare Schriftstück reicht aus, um das Reinigungspersonal über alle Berge zu jagen. Den Staubsauger unter dem einen, den Schrubber unter dem anderen Arm verschwindet er und wird nie wieder gesehen.

Das Personal geht, der Schmutz bleibt. Wir haben das Nachsehen. Drei ungeputzte Wochen später, ist auch die Dreckignoranz-Schwelle des letzten Kombinat-Mitarbeiters erreicht und der Ruf nach einer neuen Putzfrau wird unüberhörbar.

Auch wenn die Aktion letztendlich dazu führt, dass nach vier Wochen neue Reinigungskräfte eingestellt werden, ist sie kein Musterbeispiel für konstruktive Argumentation.

Deshalb, bleibe sachlich und versuche keinem Dienstleister den Dienstleistungsgedanken zu erklären.