Niemand hat Lust, einen Businessplan zu schreiben.
Das ist kein Wunder: Ein Businessplan schreibt sich nicht an einem Stück mal eben ‘runter. Nach jeder Unterbrechnung muss man wieder reinkommen. Die ersten, genialen Gedanken fließen leichter als das notwendige Drumherum und der Kleinkram.
Das erste Mal ist immer am schwersten – man weiß es vorher, es bewahrheitet sich regelmässig und der Businessplan ist hier keine Ausnahme, da er durchaus handwerkliche Fähigkeiten verlangt, die man noch nirgendwo erlernen musste.
Und schließlich verlangt er Mut und Ehrlichkeit, die eigenen Ideen so klar auszudrücken, dass man ihre Unzulänglichkeiten erkennen kann. Dieser Punkt ist der eigentliche Killer und die wirkliche Hürde, denn die meisten Unternehmer verfügen durchaus über Disziplin und Fleiß, um die ersten beiden Hürden zu überwinden.
Genau aus diesem Grund schätzen Investoren den Businessplan: Ist er unklar gedacht (und dann meist auch unklar geschrieben), kann er zeitsparend sofort abgelehnt werden. Ist er klar, kann man sich mit der Idee und den Menschen auseinandersetzen – und mit ihnen über die Unzulänglichkeiten sprechen. Doch dazu später.
Wie kann man Mut und Ehrlichkeit trainieren? Präsentieren Sie Ihre Idee. Immer wieder. Vor verschiedenen Zuhörern. Je öfter, desto besser.
Sie werden feststellen, dass Ihre Idee dadurch reift und fokussierter wird. Sie lernen, all die Details wegzulassen, die nur Ihnen wichtig sind. Techniker lernen, die zahlreichen drei- und vierbuchstabigen Abkürzungen zu ersetzen. Nur wodurch?
Durch Nutzen! Puren, einfachen Kundennutzen.
Wenn Sie den Punkt erreicht haben, dass Ihre Idee in 1-2 Sätzen ausgesprochen ein sofortiges Nicken mit laut ausgesprochenem “JA” beim Zuhörer verursacht, dann haben Sie den Punkt erreicht, an dem Sie beginnen können, einen Businessplan zu schreiben.