Posts Tagged ‘Businessplan’

Erfolg beim BPW 2009

Samstag, Dezember 19th, 2009

Die neue Staffel 2009/10 des BPW ist gestartet – und anläßlich des Starts wurden die Sieger der vergangenen Staffel prämiert.

Dieses Mal haben wir zu einem 4. Platz im Wettbewerb von 342 Businessplänen (Kategorie: BPWservice, Stufe 2) beigetragen. Das reicht zwar nicht für einen Platz auf dem (großen) Treppchen des Businessplan-Wettbewerbs.

Aber Herr Kulke freute sich natürlich über die Prämie des Präsidenten der TH Wildau in Höhe von 700,- Euro für den besten Businessplan der TH Wildau.

Sein siegreicher Businessplan war außerdem noch Teil der Diplomarbeit, die Herr Kulke kürzlich mit einem ausgezeichneten Ergebnis abgeschlossen hat.

Also: Doppelten Glückwunsch!

So einfach kann man das Notwendige (Diplomarbeit) mit dem Nützlichen (BPW-Teilnahme) und dem Angenehmen (Sieg) verbinden.

Gespräche mit Bankern

Freitag, Januar 30th, 2009

In den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder einmal einige Bankgespräche begleitet.

Wer nicht schon Cash Flow-positiv ist, kommt nicht darum herum, mit Bankern zu sprechen. Banker sind auch noch Berufsskeptiker. Das macht’s nicht besser.

Man benötigt Zeit, die eigene Idee zu erklären. Wie lange benötigen Sie, Ihre Geschäftsidee zu erklären? Ist eine Stunde zu viel? Angeblich ja, sagt man so landläufig. VCs haben ja sogar den Elevator Pitch erfunden, in dem man seine Geschäftsidee in 1 Minute auf den Punkt bringen soll.

Wir haben jedes Mal 45 Minuten bis 60 Minuten benötigt, die Idee zu präsentieren. Mit wenigen Zwischenfragen, die Zeit kosten können. Auch danach gab’s keine nennenswerten Fragen der Banker. Sondern nur die übliche Liste der Unterlagen, die einzureichen wären.

Diese Unterlagen (Businessplan mit Finanzplanung, Selbstauskunft, usw.) konnten wir noch am selben Tag per E-Mail zusenden.

Danach hatten wir innerhalb von wenigen Tagen konkrete Angebote auf dem Tisch liegen.

Finanzkrise? Nicht wirklich fühlbar.

Der Schlüssel zu diesem Erfolg ist ganz sicher „Gute Vorbereitung“.

Ideenklau – von Investoren

Samstag, November 22nd, 2008

Gründern sollte man von den eigenen Ideen erzählen. Siehe dazu in diesem Post.

„Unveröffentlichte Ideen“ habe ich dort noch nicht behandelt. Für diese unveröffentlichten Ideen bleiben als „Interessenten“ eigentlich auch nur noch Investoren übrig.

Der Schutz gegenüber Investoren ist relativ einfach: Nur den Nutzen kommunizieren und die technischen Raffinessen weglassen. Damit kann ein Investor relativ wenig Mißbrauch treiben, da er als Investor regelmässig nicht über die technische Kompetenz verfügt, die Idee selbst umzusetzen.

Allerdings besteht die Gefahr, dass es ein Unternehmen in seinem Portfolio gibt, das diese Idee sehr wohl umsetzen könnte. Doch das können und müssen Sie recherchieren, bevor Sie mit dem Investor sprechen. Wer diese Hausaufgabe nicht macht, handelt grob fahrlässig! Zur Sicherheit, d.h. falls nicht alle Beteiligungen des Investors bekannt sind (oder er momentan eine Beteiligung eingeht, die aber noch nicht veröffentlicht ist), fragen Sie ausdrücklich nach, ob es bereits Beteiligungen im Bereich X gibt, die einen Interessenskonflikt bedeuten könnten.

Interessenskonflikt ist nämlich das Schlüsselwort für einen Investor (und auch für profesionelle Berater – leider sind im Gegensatz zu den Investoren die Berater häufiger als die Investoren in diesem Punkt unprofessionell). Er wird kaum „nein“ antworten und dennoch wenige Tage oder Wochen später auf seiner Website einen Ihrer Wettbewerber als Beteiligung listen. Man kann es natürlich nie ausschließen, ich halte es aber für unwahrscheinlich.

Es besteht aber eine andere Gefahr, die man tatsächlich nicht ausschließen kann: Investoren wollen möglicherweise eine andere Idee absichern, d.h. sie befinden sich in der Prüfung für eine konkrete Beteiligung und haben Interesse an Marktzahlen, Marktteilnehmern und an Geschäftsmodellen aus Ihrem Bereich. Die an Sie gerichtete Bitte, Ihren Businessplan zuzusenden bedeutet dann, dass der Investor die entsprechenden Kapitel mit Interesse lesen wird, um die Informationen in den Verhandlungen mit Ihrem Wettbewerber (den Sie vielleicht sogar ausführlich beschrieben haben!) zu verwenden.

Das ist natürlich ärgerlich, denn warum sollten Sie seine Hausaufgaben erledigen ohne eine Chance auf ein Investment zu haben?

Es ist aber -vermutlich- nicht wirklich gefährlich. Ihre Idee wird der Investor nicht weitergeben, wenn er einigermaßen professionell agiert. Ohne Garantie, aber ich halte es einfach für unwahrscheinlich. Welche Wirkung hätte es auf seinen Verhandlungspartner (Ihren Wettbewerber), wenn er Ihren Businessplan einfach durchreicht oder Vertrauliches daraus verwendet? Der Schaden für ihn wäre erheblich. Zumal er annehmen muss, dass Sie oder Ihr Team persönliche Kontakte zu dem Wettbewerber haben oder durch Mitarbeiterwechsel haben werden.

Häufig müssen Investoren Ihre Idee auch gar nicht klauen, da sie sie schon haben. Aus dem Silicon Valley stammt der Satz „100 Teams haben dieselbe Idee, 10 setzen sie um und 1 Team wird erfolgreich“. Investoren sehen diese 10 Teams zwar nicht alle, aber doch einige davon, da Businesspläne (leider!) weit gestreut werden.

Sie sehen diese Businesspläne natürlich nicht. Auch das ist eine Erkenntnis, die übrigens logisch gesehen das genaue Gegenteil von „Ideenklau durch den Investor“ ist. Sie könnten eine Idee klauen, wenn Sie es schaffen, mit dem Investor in einen vertiefenden Dialog zu Ihrer Idee zu kommen.

Fazit: Die intuitive Angst ist berechtigt. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie mit Investoren sprechen. Machen Sie Ihre Hausaufgaben. Wenn ein Investor interessiert ist, bedeutet das, es ist „Markt vorhanden“.

Das könnte Ihre wichtigste Erkenntnis aus dem Interesse eines Investors sein, auch wenn er nicht investiert.

Ideenklau – von Gründern

Samstag, November 15th, 2008

Was ist, wenn jemand meine Idee klaut?

Dann wird er sie vermutlich ganz anders umsetzen.

Jeder, der schon einmal mit einer Idee wirklich gestartet ist, weiß, dass sich seine Idee weiter entwickelt hat und diese spätestens nach 6 intensiven Monaten mit der ersten Idee nur noch wenig zu tun hatte. Ursprünglich fehlende Teile der Idee sind hinzugekommen und falsche Teilen der Idee haben nicht überlebt. Wer diese Erfahrung mit seiner Idee noch nicht gemacht hat, hat vermutlich auch noch nicht begonnen, sie wirklich umzusetzen.

Aber umsetzen bedeutet meist auch veröffentlichen. Spätestens dann kann jede Idee geklaut werden. Es dreht sich bei der Frage des Ideenklaus also hauptsächlich um unveröffentlichte Ideen.

Ideen sind individuell. Ihre fachliche Kompetenz, technisches Wissen, Team, Motivation und Effektivität (nicht: Finanzierung!) und vermutlich noch 118 weitere Erfolgsfaktoren sind entscheidend für Ihren Erfolg mit der Idee. Lieber die zweitbeste Idee mit dem erstbesten Team als anders herum – dieser Satz ist nicht von mir, er entspricht aber meiner Erfahrung.

Individuell heißt auch: Jeder Einzelne ist meist gut beschäftigt, eine einzige Idee umsetzen. Gründer heißen so, weil sie das schon tun – und haben daher logischerweise keinen echten Bedarf an einer weiteren Idee. Außer, sie wollen etwas Identisches gründen. Das ist aber wieder sehr unwahrscheinlich – siehe „individuell“ im vorstehenden Absatz. Außerdem merken Sie es im Gespräch – wenige Menschen stellen absichtlich blöde Fragen um zu verschleiern, dass sie eigentlich auch Ihre Idee umsetzen wollen.

Kommunizieren Sie Ihre Idee Gründern gegenüber also möglichst offen. Sie bekommen Feedback, das extrem wichtig ist und das Risiko des Ideenklaus bei weitem ausgleicht. Für Investoren gibt es eine andere Logik, die ich in einem weiteren Post behandeln werde.

Ärgerlich ist es, wenn jemand eine Idee klaut und anders umsetzt, aber dabei erfolgreicher als Sie ist. Aber Hand auf’s Herz: Wie sind Sie denn auf Ihre Idee gekommen? War es nicht vielleicht Ihre Beobachtungsgabe, eine Unzulänglichkeit bei Anderen gesehen zu haben? Haben Sie nicht selbst aus einer oder mehreren Ideen anderer Leute Ihre Idee entwickelt? Wie kommt man überhaupt auf eigene Ideen, wenn nicht durch Anregung von außen? Ohne die Kognitionswissenschaften bemühen zu wollen – eine „eigene Idee“ ist meist nur gefühlt eigen und hat sich bei Ihnen eingestellt, weil sie irgendwie in der Luft lag. Investoren, die einen guten Überblick über aktuelle Geschäftsideen und -modelle haben, bekommen immer (!) mehrere Businesspläne zu einer Idee auf den Tisch. Doch dazu, wie gesagt, später mehr.

Der Schlüssel gegen den Ideenklau liegt darin, der Idee eine eigene, persönliche, unverwechselbare Note zu geben (in der Beratersprache auch als Strategie bezeichnet) und diese Idee schnell umzusetzen. Denn in der Schnelligkeit liegt der beste Schutz: Nachahmer müssen noch schneller umsetzen und aus Fehlern lernen als Sie, wenn sie Ihnen die Show stehlen wollen. Das gelingt regelmässig nur den kleinen Nachahmern und die großen Konzerne scheitern genauso regelmässig daran.

Businesspläne sind sinnvoll

Mittwoch, Oktober 8th, 2008

Der Businessplan ist Ihre Chance.

Loszulegen und trotzdem ein Minimum an betriebswirtschaftlicher Sorgfalt walten zu lassen. Stolpern werden Sie ohnehin, das gehört dazu und ist eigentlich auch nicht weiter gefährlich. Selbst wenn man hinfällt, kann man ja wieder aufstehen.

„Minimale Sorgfalt“ bedeutet, die Richtung und die Kraft, die Sie für Ihre Idee wählen, vorher abzuschätzen. Eine ganzheitliche Perspektive einzunehmen. Abhängigkeiten aufzudecken. Ziele zu setzen. Grenzen vorherzusehen. Dieser Nutzen eines Businessplans richtet sich an die Ungestümen. Egal ob Marketingleute, Techniker, oder Verkäufer.

„Loszulegen“ bedeutet, die Umsetzung der Idee sofort zu beginnen. Nicht zu zaudern oder sich ablenken zu lassen. Eine Priorität geben. Einen Kristallisationspunkt für die Idee zu finden, der von einer Person ausgeht und schnell der Mittelpunkt eines Teams werden kann, das möglicherweise noch eine Weile in anderen Projekten gebunden ist und den richtigen Moment für den Absprung erreichen muss. Ein Plan ist erstmal ungefährlich.

Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.

Planung heißt, Sie haben sich etwas gedacht und auf der Zeitachse in einzelne Schritte geteilt.

Es wird anders kommen als gedacht. Sie werden sich geirrt haben und neu planen. Aber nur, wenn ein alter Plan vorhanden ist, können Sie eine Abweichung feststellen und sich bewußt werden: So geht’s nicht. Ich muss es anders machen.

Muss ich dann den Businessplan jedes Mal anpassen?

Nein, die Zeit kann man sich sparen. Der erste Businessplan ist wichtig, das wurde früher beschrieben, wenn Sie Ihre Idee auf den Punkt bringen müssen oder Investoren gewinnen wollen. Danach ist die Erarbeitung eines Businessplans reiner Overhead. Das „neu planen“ geschieht in der täglichen Arbeit und schrittweise. Im Tagesgeschäft ab und zu mal die Strategie, Zielgruppen, Technik, etc. in Frage zu stellen, kann man wirklich nicht empfehlen.

Regelmässig sollte man sich mal ausklinken, alles überdenken, vielleicht die Strategie ändern, Grundsätzliches klären. Schon klar. Das hat aber nichts mit Businessplan zu tun. Deshalb muss das hier nicht vertieft werden.

Also brauche ich den Businessplan nach dem Start bzw. den Investorengesprächen nie wieder?

Ja, so ist es. Ein Businessplan ist pures Konzept. Für das Tagesgeschäft nicht nur überflüssig sondern sogar schädlich, weil ein Ressourcenfresser.

Einzige Ausnahme: Sie benötigen Geld. Dann ist der Businessplan plötzlich wieder nötig. Doch das wurde hier schon beschrieben.

Der Weg ist das Ziel.

Dieses ist der dritte Grund, warum ein Businessplan sinnvoll ist. Das Durchdenken der Idee, die Diskussion mit den anderen Gründern und der Zwang, sich bei jedem Detail auf eine Zahl festzulegen -denn etwas Anderes paßt nicht in eine Zelle im MS-Excel-Arbeitsblatt- ist heilsam. Man wird konkret. Und begründet jede einzelne Annahme.

In diesem Prozess wird Ihre Idee besser werden.

Deswegen halte ich viel vom Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg: Er gibt den Weg vor, bietet kundige Begleiter, Menschen zum Diskutieren, Struktur des Businessplans, sinnvolle Teilschritte, Takt und Rhythmus, usw. Er ist sinnvoller Weg zum sinnvollen Ziel.

Erfolg beim BPW 2008

Samstag, Oktober 4th, 2008

Heute habe ich mir die offizielle Auswertung der Ergebnisse in der Stufe 3 des vergangenen BPW 2008 noch einmal angesehen.

Da stecken doch einige berichtenswerte Fakten drin, auch wenn es dieses Jahr keine schönen Photos (von uns) gab:

  1. TFH Wildau ist die einzige Hochschule Brandenburgs, die eine Top-15-Platzierung in der Technology-Wertung erreicht hat: Das Team cockpit4 GmbH hat den 14. Platz erreicht.
  2. TFH Wildau erreicht mit 3 Top-Platzierungen* genau 1/3 aller 9 Top-Platzierungen Brandenburgs. Hier sind Unis und FHs zusammen betrachtet – man bedenke die Größe der Unis und das allein dadurch vorhandene Potential! Zwei der drei Top-Platzierten sind übrigens von mir betreut worden.
  3. In Berlin hat keine FH eine Top-15-Platzierung in der Technology-Wertung erreicht.
  4. Aus 1. und 3. folgt auch: TFH Wildau ist die einzige FH in Berlin und Brandenburg, die eine Top-15-Platzierung in der Technology-Wertung erreicht hat.

* Als Top-Platzierung bezeichnen die Organisatoren einen Platz 1-50 in der Service-Wertung des BPW und einen Platz 1-15 in der Technology-Wertung des BPW.

Übrigens: In Stufe 2 hat cockpit4 GmbH bereits den 4. Platz erreicht!

Erfolg beim BPW 2007

Samstag, Oktober 4th, 2008

Wie es begann… ein paar Fakten aus der Vergangenheit muss ich nun nachtragen, denn auch vor dem Kombinat gab es schon Erfolge, die wenigstens teilweise ursächlich für die Gründung des Kombinats waren.

Der größte Erfolg war der 3. Platz in der Technology-Wertung der Stufe 3 des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2007: Inbox Analytics mit den Gründern Babette Grothe, Derk Loebus, Moritz Nickel und meiner Wenigkeit.

Hier im Bild mit dem Präsidenten der TFH Wildau, Prof. Dr. László Ungvári, der übrigens ein ausgezeichneter Förderer der Gründungsidee ist – nicht nur durch das Preisgeld, das die Hochschule zusätzlich zu den Preisgeldern des BPW auslobt.

Inbox Analytics beim BPW-2007

Verfügung P 04-2005

Hochschulinterne Förderung des Business-Plan-Wettbewerbs 2006

Die Technische Fachhochschule Wildau fördert die Teilnahme ihrer Studierenden am Business-Plan-Wettbewerb 2006 u. a. durch folgende Maßnahmen:

1. Der beste Business-Plan von Studierenden der Technischen Fachhochschule Wildau in der ersten Stufe des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006 wird mit dem Preis für den besten Business-Plan geehrt. Die unternehmerische Leistung wird mit einer Urkunde und einer Geldzuwendung in Höhe von 500,00 € gewürdigt.

2. Der beste Business-Plan von Studierenden der Technischen Fachhochschule Wildau in der zweiten Stufe des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006 wird mit dem Preis für den besten Business-Plan geehrt. Die unternehmerische Leistung wird mit einer Urkunde und einer Geldzuwendung in Höhe von 750,00 € gewürdigt.

3. Der beste Business-Plan von Studierenden der Technischen Fachhochschule Wildau in der dritten Stufe des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006 wird mit dem Preis für den besten Business-Plan geehrt. Die unternehmerische Leistung wird mit einer Urkunde und einer Geldzuwendung in Höhe von 1000,00 € gewürdigt.

4. Für die Gewährung der obigen Geldzuwendungen ist erforderlich, dass in den Stufen des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006:
a) mindestens fünf Business-Pläne von Studierenden der TFH Wildau eingereicht wurden,
b) der beste Business-Plan von Studierenden der TFH Wildau befindet sich in der Gesamtwertung der Business-Pläne unter den besten 33 %.

Wildau, 03. November 2005

Prof. Dr. László Ungvári
Präsident der TFH Wildau

Übrigens hatte Inbox Analytics in der Stufe 2 bereits den 10. Platz erreicht.

Damit war klar, dass bis zur Prämierung in Stufe 3 Vollgas gegeben werden musste.

Businesspläne sind nötig

Samstag, September 27th, 2008

Sie wollen sein Geld.

Das Geld des Investors. Deshalb benötigen Sie einen Businessplan.

Er ist die Sprache des Investors, der Ihre Idee inhaltlich nicht wirklich versteht.

Ob das immer so ist, zwischen Investoren unterschiedlich ist, so sein sollte oder nicht, ist völlig belanglos. Wenn Sie Glück haben, werden Sie nach mehreren Monaten oder vielleicht Jahren bei dem oder den Investoren, die sich für ein Investment bei Ihnen entschieden haben, verstehen, wieviel er von Ihrer Idee verstand als er sich engagierte. Vergessen Sie diese Frage, sie führt nicht weiter.

Der Businessplan hilft dem Investor, mit Ihnen über die Unzulänglichkeiten Ihrer Idee zu sprechen. Das ist sein gutes Recht, denn es ist ja auch sein Geld.

Und er ist eine Chance für Sie. Doch dazu später.

Das Bild der „Sprache des Investors“ finde ich passend, da Sie (wie in einer ausländischen Sprache auch) etwas ausdrücken wollen und es möglicherweise anders als beabsichtigt beim Empfänger ankommt. Sie verwenden Wörter, die erschrecken. Oder Interesse wecken. Und merken es nicht immer sofort.

Doch Sprache kann man üben. Die Reihenfolge, in der die Inhalte eines Businessplans beim Investor mündlich präsentiert werden, ist keineswegs beliebig. Wie immer gibt es Variationen, aber Break Even – maximaler Investitionsbedarf – Eigenkapitalquote – Finanzierungsmix – Umsatzplanung im Jahr 1 – Anzahl Kunden im ersten Jahr sind ein guter Start. Für die schriftlichen Fassung gibt es meterweise Ratgeber. Das Handbuch des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg ist empfehlenswert.

Vor allem darf man aber nicht verschiedene Sprachen mischen. Das ist genauso silly, wie dieser sentence. Bleiben Sie in der Sprache des Investors und fallen Sie nicht versehentlich aus der Grammatik. „Ich Dich Messer“ ist zu modern, niveaulos, anders oder sonstwie unpassend.

Businesspläne sind doof

Donnerstag, September 25th, 2008

Niemand hat Lust, einen Businessplan zu schreiben.

Das ist kein Wunder: Ein Businessplan schreibt sich nicht an einem Stück mal eben ‚runter. Nach jeder Unterbrechnung muss man wieder reinkommen. Die ersten, genialen Gedanken fließen leichter als das notwendige Drumherum und der Kleinkram.

Das erste Mal ist immer am schwersten – man weiß es vorher, es bewahrheitet sich regelmässig und der Businessplan ist hier keine Ausnahme, da er durchaus handwerkliche Fähigkeiten verlangt, die man noch nirgendwo erlernen musste.

Und schließlich verlangt er Mut und Ehrlichkeit, die eigenen Ideen so klar auszudrücken, dass man ihre Unzulänglichkeiten erkennen kann. Dieser Punkt ist der eigentliche Killer und die wirkliche Hürde, denn die meisten Unternehmer verfügen durchaus über Disziplin und Fleiß, um die ersten beiden Hürden zu überwinden.

Genau aus diesem Grund schätzen Investoren den Businessplan: Ist er unklar gedacht (und dann meist auch unklar geschrieben), kann er zeitsparend sofort abgelehnt werden. Ist er klar, kann man sich mit der Idee und den Menschen auseinandersetzen – und mit ihnen über die Unzulänglichkeiten sprechen. Doch dazu später.

Wie kann man Mut und Ehrlichkeit trainieren? Präsentieren Sie Ihre Idee. Immer wieder. Vor verschiedenen Zuhörern. Je öfter, desto besser.

Sie werden feststellen, dass Ihre Idee dadurch reift und fokussierter wird. Sie lernen, all die Details wegzulassen, die nur Ihnen wichtig sind. Techniker lernen, die zahlreichen drei- und vierbuchstabigen Abkürzungen zu ersetzen. Nur wodurch?

Durch Nutzen! Puren, einfachen Kundennutzen.

Wenn Sie den Punkt erreicht haben, dass Ihre Idee in 1-2 Sätzen ausgesprochen ein sofortiges Nicken mit laut ausgesprochenem „JA“ beim Zuhörer verursacht, dann haben Sie den Punkt erreicht, an dem Sie beginnen können, einen Businessplan zu schreiben.