Angst reduzieren und Druck machen

Dienstag, 17. November 2009, von Armin Fricke

Welche Aufgaben hat eigentlich die Geschäftsführung?

Über die zahlreichen Verwaltungstätigkeiten wollen wir nicht reden – das ist reine Zeitverschwendung. Genauso, wie die meisten Verwaltungstätigkeiten selbst. Gesucht sind also die wesentlichen Aufgaben.

Eine vollständige Liste der Aufgaben kann man sicherlich irgendwo im www finden. Darum soll es sich auch nicht drehen. Das Wesentliche ist immer einfach.

In diesem Beitrag soll eine erste, wesentliche Aufgabe der Geschäftsführung dargestellt werden: Die Kommunikation zwischen dem Auftraggeber eines Softwarehauses (Kunde) und den Programmierern des Softwarehauses (Team) zu organisieren.

Der Kunde ist euphorisch, seine Geschäftsidee oder Geschäftstätigkeit sind richtungsweisend. Laufend entstehen neue Funktionalitäten, die realisiert werden sollen. Ziele ändern sich – bis hin zu den niemals erreichbaren Moving Targets. Oder der Kunde ist unzufrieden mit der Leistung und gegen Projektende auch mit den Terminen. Er nörgelt. Er droht. All dies gehört dazu. Ein Projekt ohne Emotionen ist vermutlich nicht wirklich wichtig für den Auftraggeber.

Wenn die Geschäftsführung diese Dynamik aber ungefiltert an die Programmierer durchlässt, erzeugt sie Angst. Angst, die Ziele nicht erreichen zu können und deswegen einen unzufriedenen Kunden zu bekommen. Ohne die Möglichkeit zu haben, den Kunden oder das Projekt zu steuern.

Die erste Aufgabe der Geschäftsführung ist es daher, Angst zu reduzieren. Keine gute Idee ist es, die Programmierer vollständig vom Kunden abzuschirmen, da sonst ein wesentlicher Motivator für das Team fehlt. Wird nach Scrum entwickelt, ist das gar nicht möglich, da der Kunde mit dem Team kommuniziert.

Die Geschäftsführung muss den Kunden managen. Wie? Das ist egal! Es kommt nur auf die Wirksamkeit* an – nämlich die Angst vor dem Versagen zu reduzieren und dadurch die Ressource „Team“ optimal einzusetzen.

Also vollständig angstfreies Entwickeln als Paradigma? Nein, ein gewisser Druck ist nötig, um alle Ressourcen zu aktivieren. Doch woher kommt dieser, wenn der Kunde ihn nicht direkt auf das Team ausüben kann?

Scrum hat die Lösung schon eingebaut: Jeder Sprint liefert ein lauffähiges Ergebnis. Die Inhalte und den Workload des Sprints bestimmt das Team selbst. Die Angst zu viele Aufgaben zu bekommen und diese nicht bewältigen zu können ist gering. Der Druck ist trotzdem vorhanden. Er kommt nicht von außen, sondern von innen. Das Team schätzt die eigene Arbeitskapazität, setzt sich Ziele und verpflichtet sich diese zu erfüllen. Scrum ist in höchstem Maße wirksam.

*Den Gedanken der Wirksamkeit als das zentrale Kriterium zur Bewertung von Managementleistungen verdanke ich übrigens Fredmund Malik.

Dürre Worte

Freitag, 23. Oktober 2009, von Armin Fricke

Veränderungen sind ja angeblich die einzige Konstante, wie man so schön sagt.

Wichtige Veränderungen kommen wohl immer in dürren Worten daher. Zum Beispiel: Armin Fricke ist nicht mehr Professor an der TH Wildau. In diesem Fall waren die dürren Worte, die ich auf meiner Professoren-Homepage veröffentlich habe:

Dass meine befristete Stelle am 14. September 2009 auslaufen würde, war bereits bei meiner Berufung klar. „Wildau“ sollte für mich eine langfristige Perspektive haben und ich habe seit 2008 versucht, eine belastbare unbefristete Lösung zu finden. Im Ergebnis waren die Angebote der Hochschule nicht annehmbar oder zu wenig belastbar.

Also Vorsicht vor fetten Worten. Das ist dann meistens Marketing-Blabla.

Wer also etwas Wesentliches mitzuteilen hat, kann und sollte es auch in wenige Worte fassen können.

kiva – Abhängigkeit oder Unabhängigkeit

Mittwoch, 21. Oktober 2009, von Elisabeth May

kiva verhilft Kleinunternehmern aus ärmeren Ländern der Welt zu günstigen Krediten, um ihr Geschäft auszubauen. Das klingt auf den ersten Blick sehr lobenswert.

Ebenfalls angetan von der Idee der Mikrokredite über das Internet, berichteten wir im Blog vom 09. Mai 2009 über unsere Finanzierung auf kiva.org. Ende September ist das Darlehen komplett an uns zurückgeflossen und die Initiatoren der Idee haben sich aufrichtig bedankt.

Die Vorteile von kiva sind klar zu erkennen. Durch die Geschichten, Ideen und Fotos der Kleinunternehmer glaubt man ganz nah am Geschehen zu sein. Der finanzielle Vorgang geht schnell und das Risiko ist überschaubar.

Aber verstärkt die Idee nicht möglicherweise die Abhängigkeit zwischen Gebern und Empfängern? Verzerren niedrige Zinssätze lokale Kreditmärkte? Zerstören Organisationen wie kiva die Banken vor Ort?

Oder spiegelt sich hier nicht eher die Angst wider, dass erfolgreicher E-Commerce etablierte Geschäftsmodelle zerstört?

Was meint Ihr dazu?

Rekord-EXIST-Bewilligungs-Antragsteller

Samstag, 3. Oktober 2009, von Elisabeth May

Ein neues EXIST Team startet seine Arbeit. Unter dem aufgehenden Stern mobiler Technologien macht „mobile melting“ multimediale Inhalte ortsbezogen erlebbar. Die Gründer Karolina Schilling, Jörg Polakowski und Lydia Horn entwickeln eine Authoring- und Publishing-Plattform mit der ortsbasierte Multimedia-Touren produziert und per Mobilfunkgerät abgerufen werden können.

Stellen Sie sich vor, Sie laufen durch das Brandenburger Tor und Ihr Mobiltelefon lädt Sie zu einer Audioführung entlang des Mauerstreifens ein. Vielleicht wollen Sie auch einen Freund überraschen und hinterlegen eine Video-Botschaft in der Nähe Ihres gemeinsamen Lieblingscafés. „mobile melting“ wird es möglich machen. Die Inhalte der Plattform sind völlig variabel, von Stadtführungen, über interaktive Hörbücher bis hin zur Schnitzeljagd ist alles denkbar. Den Nutzern sind keine kreativen Grenzen gesetzt.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Armin Fricke als Coach und Berater begleitet. Von der ersten wilden Vision im Frühjahr 2008 bis zur soliden Geschäftsidee ist es ein langer Weg gewesen, der auch noch nicht bis zum Ende gegangen ist. Der erste große gemeinsamen Erfolg ist aber bereits zu verbuchen. Das EXIST Gründerstipendium wurde beim Projektträger in einer Rekordzeit genehmigt. Zum ersten Mal wird ein Team des Kombinats durch das Gründungsnetzwerk profund der Freien Universität Berlin betreut.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit profund und „mobile melting“!

Karl des Monats September – Nützliche Geräte

Freitag, 2. Oktober 2009, von Elisabeth May

Richtig eingesetzt kann ein Staubsauger sehr nützlich sein. Möchte man beispielsweise Staub von einem Teppich entfernen.

Nun wären wir nicht das Kombinat, wenn wir nicht mal etwas Unkonventionelles und Neues ausprobieren würden. So stellen wir im September fest, dass ein Staubsauger ebenfalls hilfreich ist, wenn man überflüssige Tasten von einer Laptoptastatur beseitigen will. Man hält den Staubsauger dicht über die unerwünschte Taste (z.B. Strg) und betätigt den Power-Knopf und wartet, bis die 2300 Watt ihren Dienst getan haben.

Stellt man später fest, dass die Strg-Taste doch nicht so nutzlos war, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Staubsaugertüte aufzuschneiden und zwischen Schmutz und Fusseln nach der verschluckten Taste zu suchen. Dies sah auch der Kombinatsmitarbeiter ein, der auf die glorreiche Idee kam, seine Tastatur mit einem Staubsauger zu säubern.

Darum, bedenke bei jeder Zweckentfremdung elektrischer Geräte die Folgen.

Karl des Monats August – Reinigungskraft vergrault

Mittwoch, 23. September 2009, von Elisabeth May

Wer hat schon gerne dürftig geputzte Toiletten, staubige Fensterbretter und eine fleckige Arbeitsplatte? Nicht bei uns, denkt ein Mitarbeiter des Kombinats und schreibt eine beherzte E-Mail an das Putzteam.

Zu beherzt? Möglicherweise! Das kleine unscheinbare Schriftstück reicht aus, um das Reinigungspersonal über alle Berge zu jagen. Den Staubsauger unter dem einen, den Schrubber unter dem anderen Arm verschwindet er und wird nie wieder gesehen.

Das Personal geht, der Schmutz bleibt. Wir haben das Nachsehen. Drei ungeputzte Wochen später, ist auch die Dreckignoranz-Schwelle des letzten Kombinat-Mitarbeiters erreicht und der Ruf nach einer neuen Putzfrau wird unüberhörbar.

Auch wenn die Aktion letztendlich dazu führt, dass nach vier Wochen neue Reinigungskräfte eingestellt werden, ist sie kein Musterbeispiel für konstruktive Argumentation.

Deshalb, bleibe sachlich und versuche keinem Dienstleister den Dienstleistungsgedanken zu erklären.

Making Of – Agile Softwareentwicklung

Montag, 7. September 2009, von Elisabeth May

Große Konzerne haben oft festgefahrene Strukturen und traditionelle Arbeitsmethoden. Als kleines Unternehmen hat man die Freiheit andere Dinge auszuprobieren, ein bisschen revolutionär zu sein, nicht nur bei den Entwicklungen, sondern auch bei den Methoden. Das Kombinat wächst, die einzelnen Firmen werden größer und eine Strukturierung der Arbeitsprozesse ist dringend erforderlich.

Kleines Regelwerk, große Disziplin

Wir üben uns in Scrum, einer speziellen Vorgehensweise im Bereich der agilen Softwareentwicklung. Das bedeutet den bürokratischen Aufwand gering zu halten und mit möglichst wenig Regeln auszukommen. Das Verfahren ist beweglich und setzt in hohem Maße auf Individuen und deren Kommunikation. Wer mit Scrum arbeitet geht davon aus, dass Entwicklungs- und Produktfertigungsprozesse zu komplex sind, um sie detailliert im Voraus über Monate oder gar Jahre zu planen. Deshalb organisieren die Teammitglieder (zumeist Programmierer) ihre Arbeit in einem groben Rahmen weitgehend selbst und sie wählen frei ihre Werkzeuge und Methoden. Am Ende zählt immer nur das funktionierende Programm, der Weg dorthin ist selbst bestimmt. Das Entwicklerteam muss folglich eine hohe Eigenmotivation zeigen.

Rollen

Neben dem Team gibt es in Scrum noch den Product Owner und den Scrum Master. Der Product Owner plant gemeinsam mit dem Kunden das Programm bzw. das Produkt im großen Rahmen. Er priorisiert die Entwicklungsschritte und legt gemeinsame Ziel fest. Der Scrum Master hat die Aufgabe, die Prozesse der Entwicklung und Planung durchzuführen und die Aufteilung der Rollen und Rechte zu überwachen. Er ist dafür verantwortlich, dass die Methode Scrum richtig angewendet wird. Zusätzlich muss er Verbesserungspotentiale erkennen und dafür sorgen, dass das Team produktiv und zufrieden arbeitet.

Kundeninteresse im Mittelpunkt

Die Zusammenarbeit mit dem Kunden ist bei der agilen Softwareentwicklung überaus wichtig. Programme lassen sich besser in einem wechselseitigen Entwicklungs- und Prüfprozess erarbeiten. Die Arbeitseinheiten für das Team umfassen einen überschaubaren Zeitraum. Für uns haben sich 14 Tage als effektiv herausgestellt. Diese so genannten Sprints werden mit einer ausführlichen Ergebnispräsentation vor dem Kunden abgeschlossen. Kurze Zeiträume gewährleisten die Flexibilität des Teams. Durch den häufigen Austausch zwischen Team und Kunden kann schnell auf neue Anforderungen oder Veränderungen im Projekt reagiert werden.

Scrum im Kombinat

Wir haben festgestellt, dass sich die agile Softwareentwicklung gerade in kleinen Teams gut anwenden lässt. Kurze Wege und flache Hierarchien sind von Vorteil. Der permanente Austausch lässt neue Ideen entstehen und alle Beteiligten entwickeln ein Verständnis für die Arbeit der anderen. So können Entwicklungsprozesse, Produktmanagement und Marketingmaßnahmen besser verknüpft werden. Überschaubare Arbeitseinheiten und ein große Selbstverantwortung motivieren die Mitarbeiter. Konflikte und Missverständnisse, sowohl im Team als auch mit den Kunden können schneller gelöst werden. Scrum steht für eine enge Verzahnung mit dem Kunden und bewahrt einen davor monatelang fleißig an seinen Wünschen vorbeizuprogrammieren.

erfolgreiche Geschäftsmodelle

Montag, 31. August 2009, von Armin Fricke

Nach einem Jahr Kombinat Softwareentwicklung liegt es nahe, Bilanz zu ziehen.

Welche Geschäftsmodelle wurden im Kombinat versucht – welche waren erfolgreich?

Projektgeschäft funktioniert. Sowohl bei der Akquisition von öffentlichen Fördermitteln als auch bei der Akquisition von Kundenaufträgen. Eines der Unternehmen im Kombinat hat damit die kritische Größe erreicht, die zum Überleben notwendig ist. Damit ist natürlich nicht das Überleben garantiert – aber es ist deutlich erkennbar, dass das Geschäftsmodell eine profitable Geschäftstätigkeit ermöglicht.

Lesson Learned #1: Projekte akquirieren und erfolgreich abwickeln kann man als Gründerteam durchaus erreichen.

Produktgeschäft ist schwierig. Jedenfalls, wenn man versucht, es aus eigener Kraft aufzubauen. Da reichen Projektfinanzierungen für 12 Monate nicht aus, um alle Teamprozesse und die Produktentwicklung bis zum Markteintritt mit einer relevanten Kundenanzahl umzusetzen.

Lesson Learned #2: Wenn Produktgeschäft, dann nur mit einem Vertriebspartner, der den Absatz der Produkte absichern kann und schon über eine eigene Reichweite verfügt.

Plattformbetrieb ist noch schwieriger. Ein gutes Portal oder einen attraktiven „Software as a Service“ (SaaS) zu starten bedeutet, durch die Entwicklung einer ersten Startplattform (Projektgeschäft) mindestens 3-4 Produkte zu haben, die im Markt nachgefragt werden. Allein dieses ist nur zu bewältigen, wenn man ein schlagkräftiges Technikteam und ein branchenerfahrenes Marketingteam hat, das sich auch noch mit den Erfolgsfaktoren des modernen www (wie zum Beispiel SEM, SEO, Affiliate Programme) auskennen muss, kombinieren kann. Und danach beginnt erst noch die Betriebsphase, die nicht nur unkreative Routine sondern auch hohe Kosten verursachen kann.

Lesson Learned #3: Keine Plattform ohne Branchenerfahrung starten.

Lesson Learned #4: Keine Plattform ohne Betriebserfahrung (oder den Zugriff darauf) oder wenigstens Erfahrungen aus dem Projektgeschäft entwickeln wollen. Die Komplexität ist für Unternehmensgründungen, so wie sie im Kombinat stattfinden, einfach zu hoch.

Übrigens: Diese einzelnen Erkenntnisse sind nicht nur jeweils einem Unternehmen im Kombinat zuzuordnen. Alle Unternehmen sind mit mehreren Geschäftsideen und -versuchen in diese Bilanz eingeflossen.

1 Jahr Kombinat

Donnerstag, 9. Juli 2009, von Armin Fricke

Wie die Zeit vergeht!

Vor einem Jahr war der Umzug zu vermelden. Einige Ausstattungsmerkmale sind noch immer nicht, wie sie eigentlich sein sollten. Zum Beispiel die Beleuchtung.

Fast alles hat sich bewährt:

Grillen macht noch immer Spaß und ist zu einem schönen Event geworden, bei dem sich zunehmend auch Externe einfinden. Interessenten, Unternehmer, Studenten, Nachbarn aber auch Kunden waren schon dabei. Unser Konzept des Tellers ist für Neulinge gewöhnungsbedürftig, wurde aber fast immer schnell erlernt.

Danke insbesondere an die Nachbarn, dass sie uns immer freundlich gesonnen blieben!

Auch die obligatorische gemeinsame sportliche Betätigung nach dem Grillen hat ihren festen Platz gefunden.

Zusätzlich hat sich eine nicht ganz so gemeinsame aber dafür reale sportliche Betätigung als gute Gewohnheit etabliert und einige Schweinehunde werden auf der Laufstrecke regelmässig bezwungen. Dank unserer Dusche können also Kreativitätsblockaden bei der Arbeit zwischendurch gelöst werden und man kann nach einem Arbeitstag auch körperlich zufrieden nach Hause kommen.

Auf den „Zauberkühlschrank“ muss dringend ein Patent angemeldet werden.

Die Nähe zur Hochschule ist optimal. Jedes andere Raumangebot, das ich vor einem Jahr in Erwägung gezogen habe, hätte nicht so gut funktioniert wie die Karl-Marx-Strasse 118. Für Studenten lohnt es sich, für einen Freiblock in’s Kombinat zu kommen. Die Mensa und die Bibliothek aber auch der Dönermann und der neue Eisladen sind wertvolle Infrastrukturen. Neue Praktikanten in spe kommen einfach mal vorbei. Die Nähe zum S-Bahnhof ist praktisch.

Die Größe der Räume ist genau richtig. Manchmal ist es eng, insbesondere zur „Praktikantensaison“, aber meistens passen der Zuschnitt und die Verteilung der Räume zwischen den Dauernutzern und den während der Woche nur blockweise anwesenden Nutzern gut zusammen.

In der wöchentlichen Kombinatsversammlung stellen sich neue Leute vor oder es werden interessante Kurzvorträge zu ganz verschiedenen Themen gehalten, so dass der Wissenstransfer ganz real stattfindet.

Wer als Unternehmer starten will oder als Kunde oder als Praktikant die Zusammenarbeit mit Unternehmern sucht, soll einfach in’s Kombinat kommen!

Damit sich die Leute treffen, die gemeinsam erfolgreich sind.

Ganz einfach.

Idiot mit 100 Dollar

Freitag, 19. Juni 2009, von Armin Fricke

„Ein Ingenieur ist ein Mann, der für einen Dollar das schafft, wofür ein Idiot 100 Dollar braucht.“ sagte Keith Duckworth, der Schöpfer des erfolgreichsten Formel-1-Triebwerks.

Das kann man prima auf Unternehmensgründungen übersetzen – nein, es ist das Wesen der Unternehmensgründung.

Sie haben eine Vision. Nun kommt die mühevolle, aber sehr lohnenswerte Aufgabe, eine Strategie zur Umsetzung zu erarbeiten. Dabei „denken Sie Ihre Vision klein“ – bis zum ersten, machbaren Schritt, den Sie gehen können und der Sie der Vision näher bringt, weil er nützlich ist und funktionieren wird.

Wenn der Schritt so klein ist, dass Sie keinen Investor für die Umsetzung benötigen: perfekt. Besser kann man nicht starten als mit der Option(!) Investoren für ein schnelleres Wachstum anzusprechen aber nicht ansprechen zu müssen.

Falls Sie dennoch einen Investor benötigen, wird er (hoffentlich) verstehen, dass der von Ihnen gefundene Ansatz der effizienteste ist – und Ihrem Investitionsvorschlag den Vorzug geben. Denn Investoren haben häufig eine sehr gute Übersicht, welche Geschäftsziele mit welchen Mitteln erreicht werden sollten oder können. Und geringerer Mittelbedarf zur Erreichung desselben Ziels… kennzeichnet den Nicht-Idioten.