Archiv für Dezember, 2009

Karl des Monats Dezember – Pause machen

Donnerstag, Dezember 31st, 2009

Endloses Sitzen im Büro kann zu Demotivation, Erschöpfung oder gar Angstzuständen führen, wie folgendes Chatprotokoll beweist:

Mitarbeiter 1 (im Kombinat): Ey, hallo, wer klingelt denn bitte um die Uhrzeit (21 Uhr) hier. Also ich mach nicht auf!
Mitarbeiter 2 (bereits zu Hause): Hat jemand an der Tür geklingelt? Man kann doch sehen wer es ist, oder?
Mitarbeiter 1: Yo, direkt an der Tür.
Mitarbeiter 2: Und haste geschaut?
Mitarbeiter 1: Ich bin lieber in meinem kleinen Büro geblieben, da kann ich auch aus dem Fenster abhauen.
Mitarbeiter 2: Hehe, hast Schiss?
Mitarbeiter 1: Hehe, ey das ist hier Wildau, wer weiß, was hier rumläuft.
Mitarbeiter 2: Aber hättest doch echt mal an die Tür gehen können, hätte nicht gedacht dass du so ein feiger Hund bist, Einbrecher klingeln nicht!
Mitarbeiter 1: Hehe auch wahr, wahrscheinlich ein Klingelstreich oder so ein Mist. So ich pack mal, wenn ich morgen früh nicht auftauche, dann wurde ich von der Wildau’schen Bevölkerung aufgefressen!
Mitarbeiter 2: Lecker, lecker!

Zu lange über den gleichen Aufgaben grübeln hemmt also nicht nur die Kreativität und die Leistungsfähigkeit, sondern ruft womöglich Paranoia hervor. Deshalb sind Pausen sinnvoll. Der Wechsel zwischen Kreativ- und Routineaufgaben fördert die Produktivität. Wer ohne Pause arbeitet ist genervt und agressiv. Die Belastbarkeit zu steigern durch regelmäßige Unterbrechungen und sportlichen Ausgleich ist die empfohlene Lösung.

Erfolg beim BPW 2009

Samstag, Dezember 19th, 2009

Die neue Staffel 2009/10 des BPW ist gestartet – und anläßlich des Starts wurden die Sieger der vergangenen Staffel prämiert.

Dieses Mal haben wir zu einem 4. Platz im Wettbewerb von 342 Businessplänen (Kategorie: BPWservice, Stufe 2) beigetragen. Das reicht zwar nicht für einen Platz auf dem (großen) Treppchen des Businessplan-Wettbewerbs.

Aber Herr Kulke freute sich natürlich über die Prämie des Präsidenten der TH Wildau in Höhe von 700,- Euro für den besten Businessplan der TH Wildau.

Sein siegreicher Businessplan war außerdem noch Teil der Diplomarbeit, die Herr Kulke kürzlich mit einem ausgezeichneten Ergebnis abgeschlossen hat.

Also: Doppelten Glückwunsch!

So einfach kann man das Notwendige (Diplomarbeit) mit dem Nützlichen (BPW-Teilnahme) und dem Angenehmen (Sieg) verbinden.

Zielgruppe geändert

Freitag, Dezember 18th, 2009

Mein Lieblingsitaliener hat seine Zielgruppe geändert.

Früher (als alles besser war) gab es Mittagsgerichte für 4-6 Euro und einen herzlichen Service.

Dann wurde die eine Hälfte des Lokals renoviert. Zuerst die braune „klassische“ Eckbank raus, dann neu gestrichen. Neue Stühle. Ich blieb in der mir vertrauten „alten“ Hälfte des Restaurants.

Eines Tages gab es eine neue Speisekarte. Farbig, mit einem Laserdrucker ausgedruckt. Und erheblich höheren Preisen. Wo früher 6 Euro stand steht jetzt 9 Euro. Aha, der Drucker musste wohl refinanziert werden. Da der herzliche Service blieb, konnte ich es akzeptieren. Was nützt mir mein Lieblingsitaliener, wenn er Insolvenz anmelden muss, weil er Verluste macht? Dann wäre es mit der Herzlichkeit dahin. Ich hatte beschlossen, diese Änderung in der Produktpolitik mitzutragen, da sie zum beiderseitigen Vorteil sein würde.

Dann kam die andere Hälfte des Lokals dran. Hellere Farben, helleres Licht, gemütlichere gepolsterte Stühle. Ich fand es es ungewohnt, aber der herzliche Service war noch da und so hielt sich der Schreck in Grenzen.

Jetzt bekomme ich zum Kaffee ein Zuckertütchen mit dem Aufdruck „Vitanas Senioren Centrum Schäferberg“ und einem Bild von zwei Senioren, die Hand in Hand eine Allee hinunterspazieren.

Alles klar.

Wer also eine andere Zielgruppe ansprechen möchte, sollte es konsequent tun. Bis zum Zuckertütchen.