Lead, follow or …

get out of the way.

Dieser Satz wird (dem mir völlig unbekannten) Thomas Paine zugeschrieben. Ich habe ihn erstmals ca. 1992 bei meinem ersten Arbeitgeber ADL gehört. Er ist einfach und wahr.

Er bedeutet, dass man entweder die Führungsrolle oder die Mitläuferrolle wählen kann – oder, falls dieses nicht gelingt, Anderen nicht im Weg stehen sollte.

Wann kann man ihn anwenden?

Man sollte sich regelmässig fragen, mit welchen (der leider meist zu zahlreichen) eigenen Aktivitäten man eigentlich unglücklich oder unzufrieden ist. Für mich selbst gilt: Wenn ich die Führungsrolle nicht innehabe und auch die Mitläuferrolle nicht akzeptieren kann, werde ich unzufrieden. Dann sollte man die Bühne verlassen und Anderen aus dem Weg gehen. Genau das habe ich beruflich Mitte September 2009 getan.

Man kann diesen Satz aber auch anwenden, um Mitarbeiter oder Gründerkollegen einzuschätzen. Ist er oder sie fähig, „ein Thema zu ziehen“? Falls nicht: Ist er oder sie bereit, unter der Führung Anderer mitzuarbeiten? Wenn beides nicht erkennbar ist, sollte man sich von ihm bzw. von ihr trennen.

„Im Weg herumstehen“ wird erkennbar an einem Führungsanspruch, der dann doch nicht eingelöst wird oder an Zusagen einer Unterstützung, die dann doch nicht eingehalten werden.

Jedem jungen Mitarbeiter oder jedem Gründerkollegen sollte man die Zeit geben, sich zu bewähren. Wenn aber weder „lead“ noch „follow“ erkennbar wird, sollte dieser Satz besprochen werden.

Übrigens bedeutet der Satz nicht, dass jemand ausschließlich führen oder folgen sollte. Je nach Aktivität oder Rolle muss eine Person möglicherweise beides beherrschen. Nur eben nicht gleichzeitig.

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