Archiv für Oktober, 2009

Dürre Worte

Freitag, Oktober 23rd, 2009

Veränderungen sind ja angeblich die einzige Konstante, wie man so schön sagt.

Wichtige Veränderungen kommen wohl immer in dürren Worten daher. Zum Beispiel: Armin Fricke ist nicht mehr Professor an der TH Wildau. In diesem Fall waren die dürren Worte, die ich auf meiner Professoren-Homepage veröffentlich habe:

Dass meine befristete Stelle am 14. September 2009 auslaufen würde, war bereits bei meiner Berufung klar. „Wildau“ sollte für mich eine langfristige Perspektive haben und ich habe seit 2008 versucht, eine belastbare unbefristete Lösung zu finden. Im Ergebnis waren die Angebote der Hochschule nicht annehmbar oder zu wenig belastbar.

Also Vorsicht vor fetten Worten. Das ist dann meistens Marketing-Blabla.

Wer also etwas Wesentliches mitzuteilen hat, kann und sollte es auch in wenige Worte fassen können.

kiva – Abhängigkeit oder Unabhängigkeit

Mittwoch, Oktober 21st, 2009

kiva verhilft Kleinunternehmern aus ärmeren Ländern der Welt zu günstigen Krediten, um ihr Geschäft auszubauen. Das klingt auf den ersten Blick sehr lobenswert.

Ebenfalls angetan von der Idee der Mikrokredite über das Internet, berichteten wir im Blog vom 09. Mai 2009 über unsere Finanzierung auf kiva.org. Ende September ist das Darlehen komplett an uns zurückgeflossen und die Initiatoren der Idee haben sich aufrichtig bedankt.

Die Vorteile von kiva sind klar zu erkennen. Durch die Geschichten, Ideen und Fotos der Kleinunternehmer glaubt man ganz nah am Geschehen zu sein. Der finanzielle Vorgang geht schnell und das Risiko ist überschaubar.

Aber verstärkt die Idee nicht möglicherweise die Abhängigkeit zwischen Gebern und Empfängern? Verzerren niedrige Zinssätze lokale Kreditmärkte? Zerstören Organisationen wie kiva die Banken vor Ort?

Oder spiegelt sich hier nicht eher die Angst wider, dass erfolgreicher E-Commerce etablierte Geschäftsmodelle zerstört?

Was meint Ihr dazu?

Rekord-EXIST-Bewilligungs-Antragsteller

Samstag, Oktober 3rd, 2009

Ein neues EXIST Team startet seine Arbeit. Unter dem aufgehenden Stern mobiler Technologien macht „mobile melting“ multimediale Inhalte ortsbezogen erlebbar. Die Gründer Karolina Schilling, Jörg Polakowski und Lydia Horn entwickeln eine Authoring- und Publishing-Plattform mit der ortsbasierte Multimedia-Touren produziert und per Mobilfunkgerät abgerufen werden können.

Stellen Sie sich vor, Sie laufen durch das Brandenburger Tor und Ihr Mobiltelefon lädt Sie zu einer Audioführung entlang des Mauerstreifens ein. Vielleicht wollen Sie auch einen Freund überraschen und hinterlegen eine Video-Botschaft in der Nähe Ihres gemeinsamen Lieblingscafés. „mobile melting“ wird es möglich machen. Die Inhalte der Plattform sind völlig variabel, von Stadtführungen, über interaktive Hörbücher bis hin zur Schnitzeljagd ist alles denkbar. Den Nutzern sind keine kreativen Grenzen gesetzt.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Armin Fricke als Coach und Berater begleitet. Von der ersten wilden Vision im Frühjahr 2008 bis zur soliden Geschäftsidee ist es ein langer Weg gewesen, der auch noch nicht bis zum Ende gegangen ist. Der erste große gemeinsamen Erfolg ist aber bereits zu verbuchen. Das EXIST Gründerstipendium wurde beim Projektträger in einer Rekordzeit genehmigt. Zum ersten Mal wird ein Team des Kombinats durch das Gründungsnetzwerk profund der Freien Universität Berlin betreut.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit profund und „mobile melting“!

Karl des Monats September – Nützliche Geräte

Freitag, Oktober 2nd, 2009

Richtig eingesetzt kann ein Staubsauger sehr nützlich sein. Möchte man beispielsweise Staub von einem Teppich entfernen.

Nun wären wir nicht das Kombinat, wenn wir nicht mal etwas Unkonventionelles und Neues ausprobieren würden. So stellen wir im September fest, dass ein Staubsauger ebenfalls hilfreich ist, wenn man überflüssige Tasten von einer Laptoptastatur beseitigen will. Man hält den Staubsauger dicht über die unerwünschte Taste (z.B. Strg) und betätigt den Power-Knopf und wartet, bis die 2300 Watt ihren Dienst getan haben.

Stellt man später fest, dass die Strg-Taste doch nicht so nutzlos war, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Staubsaugertüte aufzuschneiden und zwischen Schmutz und Fusseln nach der verschluckten Taste zu suchen. Dies sah auch der Kombinatsmitarbeiter ein, der auf die glorreiche Idee kam, seine Tastatur mit einem Staubsauger zu säubern.

Darum, bedenke bei jeder Zweckentfremdung elektrischer Geräte die Folgen.