Archiv für März, 2009

Leistungserwartung

Samstag, März 7th, 2009

Wir sind noch immer beim Thema „Chef-Mitarbeiter“ oder auch „Mitarbeiter-Chef“ des vorhergehenden Beitrags.

Das Verhalten sei ungetrübt. Die Beziehung auch. Aber die Leistung stimmt nicht.

Jedenfalls sagt das der Chef über die Arbeitsergebnisse des Mitarbeiters. Oder auch der Mitarbeiter über die Aufgabenzuteilung oder die Vertretung nach außen/oben durch den Chef.

Eine bestimmte, konkrete Leistung kann man nur fachlich bewerten. Am besten ist es, wenn Mitarbeiter und Chef beide mit Fachkenntnis ausgestattet sind und es einen Maßstab gibt, auf den man sich einigen kann. Also beispielsweise der Chef eine Grundahnung von Java-Programmierung hat und der Mitarbeiter die Grundlagen des Projektmanagements kennt. So dass jeder die Welt des anderen wirklich verstehen kann. In der Praxis ist das selten der Fall. Daher die Probleme der unterschiedlichen Leistungserwartung.

Der Maßstab kann eigentlich nur ein anderer Mitarbeiter oder ein anderer Chef sei. Fachliteratur hilft nicht weiter. Externe Experten sind zwar manchmal hilfreiche Impulsgeber aber keine Dauerlösung für die tägliche Zusammenarbeit.

Deshalb sind Teams die Lösung: Es gibt von allen Kompetenzen mehrere Personen – also mehrere Java-Programmierer und mehrere Projektleiter oder Kundenbetreuer. Damit kann man immer vergleichen und hat einen plausiblen Maßstab schnell und kostengünstig zur Hand.

Einen Fehler darf man aber keinesfalls machen – und er ist enorm naheliegend: Regelmässig den Schwächsten rauswerfen. Auch wenn der eine Java-Programmierer regelmässig schwächere Leistungen als der Kollege und der eine Chef regelmässig schwächere Leistungen als der Co-Chef zeigt, dürfen sie nicht auf der Abschussliste stehen. Die Folgen auf das Betriebsklima wären verheerend – in einer Gruppe aus zwei oder mehr Personen ist immer (!!!) einer der Schwächere und die Abschussregel wird spätestens nach dem zweiten Abschuss jeder durchschaut haben.

Also einfach konstant schlechte Leistung tolerieren?

Selbstverständlich nicht. Jedenfalls nicht in der Privatwirtschaft. (In anderen Organisationsformen habe ich die Personalentwicklungsstrategien noch nicht verstanden.)

Worauf es ankommt: Laufende Verbesserung erreichen. Durch eigenes Bemühen als Mitarbeiter, ein besserer Java-Programmierer zu werden und als Chef, ein besserer Projektmanager/ Kundenbetreuer zu werden. Und durch Kommunikation zwischen Chefs und Mitarbeitern über genau dieses Thema. Ohne Schuldzuweisungen – sondern konstruktiv. Und durch gemeinsame Anstrengung. Wenn die Mitarbeiter erkennen, dass auch die Chefs noch üben, ist nichts verloren sondern viel gewonnen.

Und wenn alle bemerken, wie sie laufend besser werden…hat ein Unternehmen alle Voraussetzungen, ein echter Champion zu werden.

„Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, es gibt nämlich keine anderen.“ soll Konrad Adenauer gesagt haben. Das sehe ich auch so.

geniale Produkte

Samstag, März 7th, 2009

Ich bin ja immer auf der Suche nach Ideen, wie man gute Produkte erfindet.

In meinen Seminaren zum Businessplan-Wettbewerb habe ich das „Produktchen“ erfunden. Wer dabei war weiss, was ich damit meine.

Das hier ist auch nicht schlecht – gefunden in der Preisliste von Dell:

Inventar Aufkleber (Business Support Etikett), „Mac Adresse, Service Tag, System Typ, Versand Datum und ihre Bestellnummer“, 9,00 Euro

(Die zahlreichen Rechtschreibfehler habe ich dringelassen, um die Echtheit nicht zu verfälschen!)