Archiv für Oktober, 2008

Teamgründungen sind erfolgreicher

Dienstag, Oktober 28th, 2008

Hier könnte ich jetzt eine Menge Literatur aus der Gründungsforschung zitieren, die Richtlinien verschiedener Fördermittelgeber im Gründungsbereich angeben oder O-Töne von Investoren abspielen: Die Aussage, dass Teamgründungen erfolgreicher sind, findet man allerorten. „Team“ ist also bewiesen.

Das reicht natürlich nicht.

Eine Idee wird besser, wenn man sie vielen Menschen vorstellt und sich mit ihren Reaktionen auseinandersetzt. Das wurde hier schon ausgeführt. Wenn diese Menschen dann auch noch wissen, wovon sie sprechen und mitmachen, wird die Idee noch schneller noch besser. „Team“ heißt Vorteil gegenüber dem Einzelkämpfer.

Für eine Gründung wird viel benötigt. Mindestens jedoch eine klare Zielvorstellung, Führungswille, Kommunikation nach außen, Technik, Prozesse und Organisation, etc. Je nach Geschäftsmodell ist die Ausprägung dieser Fähigkeiten unterschiedlich – darauf kommt es nicht so an. Wie wahrscheinlich ist es, dass das alles in einer Person gebündelt ist? Wie skaliert diese Person, wenn das Unternehmen wachsen soll? „Team“ bedeutet Vielseitigkeit.

Es gibt gar nicht wenige Menschen, die nicht teilen können. Sie haben es einfach nicht gelernt. Diese Menschen werden keine Teams führen können, keine Verhandlungen zu einem win-win-Ergebnis bringen und sich in der Krise einem Kompromiss verweigern. Jeder von uns kennt solche Menschen. Sie sind bestimmt wertvoll – für alles mögliche Andere, aber nicht für Gründungen. „Team“ bedeutet also weniger Egoismus.

Versuchen Sie, in einem anfangs überschaubaren Umfeld Andere von Ihren Ideen und Ihrer Herangehensweise zu überzeugen. Lernen Sie zuerst, Ihre eigenen Ideen in dem freundlichen Umfeld „Team“ zu entwickeln. Die Kunden, die Wettbewerber, die Investoren, etc. sind nicht mehr so freundlich mit Ihnen und Sie werden Mitstreiter gut brauchen können. „Team“ ist also ein Synonym für die Vorbereitung auf die harte Welt da draussen.

Teams entstehen, weil die Menschen gerne Zeit miteinander verbringen. Teams werden unschlagbar, weil sie durch die Umsetzung zusammen geschweißt werden. „Team“ kann zwischenmenschlicher Sinn sein.

Wenn Sie kein Team zum Mitmachen finden, gründen Sie einfach selbst ein Team.

Kommentare erwünscht

Mittwoch, Oktober 15th, 2008

WordPress ist schon prima – man muss nur die Menüs lesen!

Kommentare zu den Posts sind eine feine Sache. Dazu sollten allerdings nur registrierte Nutzer zugelassen werden. Dazu wiederum wird ein Plugin benötigt. Das war auch in 5 Minuten installiert. Aber dann konnte ich es nicht einschalten.

Bis mir heute, nach 6 Wochen, der neue Menüpunkt im Backend auffiel. Und wiederum 3 Min später: Kommentare sind möglich!

Businesspläne sind sinnvoll

Mittwoch, Oktober 8th, 2008

Der Businessplan ist Ihre Chance.

Loszulegen und trotzdem ein Minimum an betriebswirtschaftlicher Sorgfalt walten zu lassen. Stolpern werden Sie ohnehin, das gehört dazu und ist eigentlich auch nicht weiter gefährlich. Selbst wenn man hinfällt, kann man ja wieder aufstehen.

„Minimale Sorgfalt“ bedeutet, die Richtung und die Kraft, die Sie für Ihre Idee wählen, vorher abzuschätzen. Eine ganzheitliche Perspektive einzunehmen. Abhängigkeiten aufzudecken. Ziele zu setzen. Grenzen vorherzusehen. Dieser Nutzen eines Businessplans richtet sich an die Ungestümen. Egal ob Marketingleute, Techniker, oder Verkäufer.

„Loszulegen“ bedeutet, die Umsetzung der Idee sofort zu beginnen. Nicht zu zaudern oder sich ablenken zu lassen. Eine Priorität geben. Einen Kristallisationspunkt für die Idee zu finden, der von einer Person ausgeht und schnell der Mittelpunkt eines Teams werden kann, das möglicherweise noch eine Weile in anderen Projekten gebunden ist und den richtigen Moment für den Absprung erreichen muss. Ein Plan ist erstmal ungefährlich.

Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.

Planung heißt, Sie haben sich etwas gedacht und auf der Zeitachse in einzelne Schritte geteilt.

Es wird anders kommen als gedacht. Sie werden sich geirrt haben und neu planen. Aber nur, wenn ein alter Plan vorhanden ist, können Sie eine Abweichung feststellen und sich bewußt werden: So geht’s nicht. Ich muss es anders machen.

Muss ich dann den Businessplan jedes Mal anpassen?

Nein, die Zeit kann man sich sparen. Der erste Businessplan ist wichtig, das wurde früher beschrieben, wenn Sie Ihre Idee auf den Punkt bringen müssen oder Investoren gewinnen wollen. Danach ist die Erarbeitung eines Businessplans reiner Overhead. Das „neu planen“ geschieht in der täglichen Arbeit und schrittweise. Im Tagesgeschäft ab und zu mal die Strategie, Zielgruppen, Technik, etc. in Frage zu stellen, kann man wirklich nicht empfehlen.

Regelmässig sollte man sich mal ausklinken, alles überdenken, vielleicht die Strategie ändern, Grundsätzliches klären. Schon klar. Das hat aber nichts mit Businessplan zu tun. Deshalb muss das hier nicht vertieft werden.

Also brauche ich den Businessplan nach dem Start bzw. den Investorengesprächen nie wieder?

Ja, so ist es. Ein Businessplan ist pures Konzept. Für das Tagesgeschäft nicht nur überflüssig sondern sogar schädlich, weil ein Ressourcenfresser.

Einzige Ausnahme: Sie benötigen Geld. Dann ist der Businessplan plötzlich wieder nötig. Doch das wurde hier schon beschrieben.

Der Weg ist das Ziel.

Dieses ist der dritte Grund, warum ein Businessplan sinnvoll ist. Das Durchdenken der Idee, die Diskussion mit den anderen Gründern und der Zwang, sich bei jedem Detail auf eine Zahl festzulegen -denn etwas Anderes paßt nicht in eine Zelle im MS-Excel-Arbeitsblatt- ist heilsam. Man wird konkret. Und begründet jede einzelne Annahme.

In diesem Prozess wird Ihre Idee besser werden.

Deswegen halte ich viel vom Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg: Er gibt den Weg vor, bietet kundige Begleiter, Menschen zum Diskutieren, Struktur des Businessplans, sinnvolle Teilschritte, Takt und Rhythmus, usw. Er ist sinnvoller Weg zum sinnvollen Ziel.

Potential mobiler Anwendungen

Dienstag, Oktober 7th, 2008

Wo liegen die Potentiale für zukünftige Geschäftsmodelle? Ganz sicherlich im Bereich mobiler Anwendungen.

„Mobile“ ist einerseits so alt, dass die meisten von uns den Innovationsgrad schon nicht mehr wahrnehmen: Mobile Telefone und PDAs sind im Alltag angekommen. Und andererseits wird gerade das gesamte Internet mobil.

Dieser (zwar lange aber gute) Vortrag zeichnet die Historie nach, in dieser Präsentation sind einige der heißesten Ideen zusammengestellt und diese Präsentation liefert einen guten Überblick der Geschäftsmodelle. Alle 3 regen vielleicht zu eigenen Ideen an…

Erfolg beim BPW 2008

Samstag, Oktober 4th, 2008

Heute habe ich mir die offizielle Auswertung der Ergebnisse in der Stufe 3 des vergangenen BPW 2008 noch einmal angesehen.

Da stecken doch einige berichtenswerte Fakten drin, auch wenn es dieses Jahr keine schönen Photos (von uns) gab:

  1. TFH Wildau ist die einzige Hochschule Brandenburgs, die eine Top-15-Platzierung in der Technology-Wertung erreicht hat: Das Team cockpit4 GmbH hat den 14. Platz erreicht.
  2. TFH Wildau erreicht mit 3 Top-Platzierungen* genau 1/3 aller 9 Top-Platzierungen Brandenburgs. Hier sind Unis und FHs zusammen betrachtet – man bedenke die Größe der Unis und das allein dadurch vorhandene Potential! Zwei der drei Top-Platzierten sind übrigens von mir betreut worden.
  3. In Berlin hat keine FH eine Top-15-Platzierung in der Technology-Wertung erreicht.
  4. Aus 1. und 3. folgt auch: TFH Wildau ist die einzige FH in Berlin und Brandenburg, die eine Top-15-Platzierung in der Technology-Wertung erreicht hat.

* Als Top-Platzierung bezeichnen die Organisatoren einen Platz 1-50 in der Service-Wertung des BPW und einen Platz 1-15 in der Technology-Wertung des BPW.

Übrigens: In Stufe 2 hat cockpit4 GmbH bereits den 4. Platz erreicht!

Erfolg beim BPW 2007

Samstag, Oktober 4th, 2008

Wie es begann… ein paar Fakten aus der Vergangenheit muss ich nun nachtragen, denn auch vor dem Kombinat gab es schon Erfolge, die wenigstens teilweise ursächlich für die Gründung des Kombinats waren.

Der größte Erfolg war der 3. Platz in der Technology-Wertung der Stufe 3 des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2007: Inbox Analytics mit den Gründern Babette Grothe, Derk Loebus, Moritz Nickel und meiner Wenigkeit.

Hier im Bild mit dem Präsidenten der TFH Wildau, Prof. Dr. László Ungvári, der übrigens ein ausgezeichneter Förderer der Gründungsidee ist – nicht nur durch das Preisgeld, das die Hochschule zusätzlich zu den Preisgeldern des BPW auslobt.

Inbox Analytics beim BPW-2007

Verfügung P 04-2005

Hochschulinterne Förderung des Business-Plan-Wettbewerbs 2006

Die Technische Fachhochschule Wildau fördert die Teilnahme ihrer Studierenden am Business-Plan-Wettbewerb 2006 u. a. durch folgende Maßnahmen:

1. Der beste Business-Plan von Studierenden der Technischen Fachhochschule Wildau in der ersten Stufe des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006 wird mit dem Preis für den besten Business-Plan geehrt. Die unternehmerische Leistung wird mit einer Urkunde und einer Geldzuwendung in Höhe von 500,00 € gewürdigt.

2. Der beste Business-Plan von Studierenden der Technischen Fachhochschule Wildau in der zweiten Stufe des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006 wird mit dem Preis für den besten Business-Plan geehrt. Die unternehmerische Leistung wird mit einer Urkunde und einer Geldzuwendung in Höhe von 750,00 € gewürdigt.

3. Der beste Business-Plan von Studierenden der Technischen Fachhochschule Wildau in der dritten Stufe des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006 wird mit dem Preis für den besten Business-Plan geehrt. Die unternehmerische Leistung wird mit einer Urkunde und einer Geldzuwendung in Höhe von 1000,00 € gewürdigt.

4. Für die Gewährung der obigen Geldzuwendungen ist erforderlich, dass in den Stufen des Business-Plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006:
a) mindestens fünf Business-Pläne von Studierenden der TFH Wildau eingereicht wurden,
b) der beste Business-Plan von Studierenden der TFH Wildau befindet sich in der Gesamtwertung der Business-Pläne unter den besten 33 %.

Wildau, 03. November 2005

Prof. Dr. László Ungvári
Präsident der TFH Wildau

Übrigens hatte Inbox Analytics in der Stufe 2 bereits den 10. Platz erreicht.

Damit war klar, dass bis zur Prämierung in Stufe 3 Vollgas gegeben werden musste.